Zeichnen als ein Akt des Sehens, der Konzentration, der Meditation, des Innehaltens, des Verharrens, des Inkorporierens. Die Intensität des Zeichenprozesses lässt Zeichner und Zeichengegenstand verschmelzen. Der intensive und monotone Zeichenprozess verleitet zum gedanklichen Abschweifen und zum Weiterdenken über das gesetzte Thema hinaus.
In jüngerer Zeit hat sich das Zeichnen für mich zunehmend als eigenständige Ausdrucksform neben der Malerei etabliert. Neben gedanklichen Skizzen, etwa in der Serie „Chamber“, entstehen vermehrt auch großformatige, thematisch ausgerichtete Arbeiten (z. B. „Malmung“) sowie konzeptuelle Projekte wie „Habitatsuche (Diptychon)“ und experimentelle Vorhaben zur Naturbeobachtung.